Weiden West 4 lebt

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22.04.2018

Ein klares "Nein" zum geplanten Gewerbegebiet WEN West IV

Im Waldstück "Weiden West", welches abgeholzt und in ein Gewerbegebiet verwandelt werden soll, protestierten wir, am Sonntag, den 22.04.2018, wieder für den Erhalt des dortigen Waldes.

Waldfläche zu roden und versiegeln ist eine gewaltige Zerstörung unserer Umwelt, die nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Ein Verzicht auf dieses Gewerbegebiet muss bestimmt kein Rückschritt sein. Ökologisches Denken und verantwortungsvolles Handeln ist wichtig für die Qualität unserer Lebensräume.

Deshalb haben wir uns erneut entschlossen, ein Symbol für die Erhaltung dieses Waldes zu setzen, indem wir mehrere Buchenbäume gepflanzt haben.

Das Problem "Flächenfraß“ ist in Bayern eklatant. In Bayern ist der Flächenverbrauch in den vergangenen Jahrzehnten deutlich stärker gestiegen, als das Wirtschaftswachstum und die Bevölkerungszahl. Dazu genügt nur ein Blick in die Flächenverbrauchstatistik des Landesamtes für Umwelt. Die bayerische Staatsregierung hat dieses Problem auch schon längst erkannt und Gegenmaßnahmen versprochen. Davon ist bisher noch sehr wenig zu sehen. Zumal Ministerpräsident Markus Söder und Innenminister Joachim Herrmann ein Volksbegehren gegen die Eindämmung der Betonflut als verfassungswidrig eingestuft haben.

Auch wenn auf kommunalpolitischer Ebene mit Verlust von Arbeitsplätzen und die dadurch resultierende Zerstörung der Zukunft unserer Kinder argumentiert wird, rechtfertigt dies bestimmt nicht neue Waldflächen für ein Gewerbegebiet zu roden. Vielen Weidenern ist es vielleicht noch nicht bewusst, welche Probleme auch hinsichtlich Verkehr und Lärm durch ein Gewerbegebiet an dieser Stelle entstehen werden. Teure Gutachten können aber wenigstens durch die vielversprechenden Gewerbesteuereinnahmen finanziert werden. Ob dann die Gewebesteuer wirklich für die Schulen verwendet wird, wäre wünschenswert, aber wird von Greenpeace Weiden bezweifelt. Politik und Wirtschaft die ständig auf Wachstum durch Zerstörung der Umwelt setzt, kann nicht zukunftsfähig für unsere Kinder sein. Mögliche Alternativen, wie eine Zusammenarbeit der Kommunen oder die Nutzung von Brachflächen sollten immer Vorrang haben. Auch wenn Altlasten und Bodenkontaminationen zu beseitigen sind, unsere Kinder werden bestimmt dankbar sein, wenn sie eine Zukunft ohne unserer Umweltzerstörung vorfinden.