Gewerbegebiet Weiden-West-4

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Im Waldstück "Weiden West", welches abgeholzt und in ein Gewerbegebiet verwandelt werden
soll, protestiert am Sonntag, den 24.04.2016, die Greenpeace-Gruppe Weiden für den Erhalt
des dortigen Waldes.
„500.000 m² Waldfläche zu roden und versiegeln ist eine gewaltige Zerstörung unserer
Umwelt, die nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Ein Verzicht auf dieses
Gewerbegebiet muss bestimmt kein Rückschritt sein und ökologisches Denken und Handeln
auch keine Zerstörung unserer Stadt und unserer Zukunft bedeuten", meint Ali Daniel Zant,
Sprecher von Greenpeace Weiden.
Deshalb hat sich Greenpeace entschlossen ein Symbol für die Erhaltung dieses Waldes zu
setzen, indem von der örtlichen Greenpeace-Gruppe, dem BUND Naturschutz und der Gruppe
"Global Marshall Plan Mitterteich“ 10 Buchenbäume gepflanzt werden.
Das Problem "Flächenfraß“ ist in Bayern eklatant. In Bayern allein werden täglich 18 Hektar
Land zubetoniert und versiegelt. Die bayerische Staatsregierung hat dieses Problem auch
schon längst erkannt und Gegenmaßnahmen versprochen. Davon ist bisher noch sehr wenig zu
sehen. Im Fall Weiden West IV leistet die Staatsregierung dem Flächenfraß sogar noch
Vorschub, indem sie Staatswald gegen Stadtwald tauscht. Für Greenpeace Weiden ist diese,
die Zerstörung unserer unmittelbaren Natur fördernde Politik, nicht akzeptabel. Ökonomie
und Ökologie müssen nicht unvereinbar sein. Die Gegner dieser Umweltzerstörung sind nicht
gegen das Wohl der Stadt Weiden eingestellt. „Aus unserer Sicht ist dieses Gewerbegebiet
völlig überflüssig, zumal im unmittelbaren Umkreis ca. 250 Hektar freie Gewebeflächen
bereits zur Verfügung stehen. Die Schaffung neuer Arbeitsplätze für unsere Region wäre damit
auch gewährleistet. Diese entstehen nur wenige Kilometer ausserhalb von Weiden."
„Wenn die Politik und Wirtschaft jetzt nicht endlich umdenkt und ihre Entscheidungen nur auf
kurzfristigen Erfolg ausrichtet, werden wir unaufhaltsam unseren eigenen Lebensraum
vernichten. Sämtliches Denken und Handeln muss auf langfristige ökologische Auswirkungen
überprüft und ausgerichtet werden, wenn wir diesen Lebensraum auch noch für die
nachfolgenden Generationen erhalten wollen. Negative Auswirkungen, wie Extremwetter,
Hochwasserkatastrophen und Dürreperioden, sind bei uns schon direkt zu spüren. Waldschutz
ist Klimaschutz!", so Ali Daniel Zant, „Verkehrte Welt! Der Klimaschützer wird für sein
Verhalten mit dem Verlust seiner Umwelt bestraft. Der Klimasünder ist der Gewinner, der nun
auch noch den Profit einstreicht. Meist reicht schon die Aussage, "Das kostet Arbeitsplätze",
welche die Bevölkerung ängstlich erstarren und rückwärtsgewandt handeln lässt.", fügt der
Sprecher der Gruppe hinzu..

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